Heilig-Geist-Kirche

Der dritte Turm, der die Silhouette unserer Stadt bestimmt, ist der der Heilig-Geist-Kirche, die allerdings schon über 100 Jahre nicht mehr gottesdienstlich genutzt wird, sondern als Alters- und Pflegeheim dient.
Nach dem Muster des St.-Spiritus-Hauses waren in vielen Städten schon im 13. Jhd. Heilig-Geist-Häuser gestiftet worden, die vornehmlich Fremde, die erkrankt waren, aufnahmen sich aber auch um Arme allgemein kümmerten. Zu diesen Häusern gehörten; auch Kirche, Pfarrhaus und Friedhof. So auch in Anklam, wo "Heilg-Geist" schon 1275 genannt wird. Nach der Reformation finden alte Bürger im "Stift" Aufnahme und in der Kirche predigt regelmäßig der Rektor der Lateinschule. 1659 brannte die Kirche mit 100 Häusern zusammen nieder. Erst 1738 begann der Wiederaufbau. Aber nun sollte die Kirche auch zugleich Garnisonkirche sein, so predigte nach der Fertigstellung (1742) außer dem Rektor der Lateinschule auch dar jeweilige Feldprediger dort und hin und wieder der reformierte Geistliche aus Pasewalk bzw. Staasburg, der die kleine Schar der Reformierten betreute. 1854 wurde die Kirche zu Proben (kl. Wohnungen für alte Bürger) ausgebaut, 1945 vernichtet wurden schon recht bald Stiftsgebäude und ehem. Kirche zu einem Alters- und Pflegeheim wieder aufgebaut, auch der Turm erstand aufs Neue.

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