Putzar

Putzar war ein alter Rittersitz an der Landesgrenze. Weil die Nachbarn aber fürchteten, ein festes Schloss könnte ihnen gefährlich werden, kam es 1306 zum Vertrag, dass "men enen Berychvrede van ver röden ane graven uppe suchte erden" bauen würde. Laut Visitation von 1558 gehörte zu Putzar Glien und Löwitz. Weil nach dem 30-jährigen Krieg das Land weitgehend entvölkert war, wurden 1716 die Pfarren Boldekow, Putzar und Wusseken zusammengelegt. Erst 1738 wurden daraus zwei Pfarrstellen. Putzar gehört seitdem zu Boldekow und Wusseken ist wieder selbstständige Pfarre. Es wird berichtet, dass am 17.7.1636 die Putzarer Kirche nebst Turm und viele andere Gebäude von einem Bauernknecht mittels einer Schlüsselbüchse eingeäschert wurde. Den Wiederaufbau bewirkte im wesentlichen der holländisch-hessische Generalleutnant Dettlof von Schwerin, der auch 1707 in der Gruft beigesetzt wurde. Beachtlich ist die reiche barocke Innenausstattung u.a. die Taufe, die der einheimische Tischler und Bildhauer Carl Friedrich Wöhrenhof schuf. Schon 1724 besaß die Kirche eine Orgel.

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