Untersuchung zur Orientierung unserer Kirchen

Inhalt

  1. Orientierung der Kirchen ein Problem.
    1.1.Orientierung in Bezug auf das Patronatsverhältnis.
    1.2.Orientierung auf den Bistumspatron
  2. Zum Befund
    2.1. Orientierung nach Klosterkirchen
    2.2. Orientierung nach Dom-und Bistumspatronen
  3. Zum Ergebnis
  4. Neuorientierungen bzw. Korrektionen der ursprünglichen Ausrichtung
  5. Anhang
    5.1.Karten
    5.2.Tabellen
    5.3. Literatur

1. Orientierung der Kirchen ein Problem.

Eine feststehende Tatsache ist für viele die Ost-West-Orientierung der Kirchen; darüber nachzudenken lohnt sich also nicht, selbst, wenn man zum Teil sehr große Ungenauigkeiten zur Kenntnis nimmt. Zur Erklärung verweist man auf den julianischen Kalender, der ja in der Tat bis zur Einführung des heutigen dem Sonnenjahr viele Tage nachlief. Auch argumentiert man: „geniale Ungenauigkeiten“ charakterisieren ja mittelalterliche Bauweise. Zudem haben die engen Straßen, die oft sehr winklig verlaufen, zu Ungenauigkeiten gezwungen. Dies dürften die Hauptargumente sein. Fragen wir zuerst nach dem julianischen Kalender.

Während das astronomische Jahr genau 365 Tage, 48 Min, 46 Sekunden hat, zählte das durch Cäsar eingeführte „julianische“ nur 365 Tage, und alle 4 Jahre zur Korrektur 1 Schalttag, es lief also in hundert Jahren ca. 0,6 Tage nach. Bis zur Einführung des unter Papst Gregor XIII 1582 eingeführten waren es 10 Tage. Für die Frühjahrs- und Herbstorientierung kommt es einer Divergenz, die aber nur wenige Grade ausmacht. Für die Orientierung nach der Tag- und Nachtgleiche gibt es urkundliche Belege. Durandus, Bischof von Mende schreibt in „Rationale divinorum officiorum lib. I Kap.l § 8: Debet sic fundari ecclesia, ut caput inspiciat versus orientem videlicet versus ortum solis aequinoctialem,et non versus solstitiale. (13. Jhdt.) Und schon Johann Beleth schreibt in seiner „Divini offici explicatio Kap.l2 : ut aedificatur versus orientem, hoc est versus solis ortum aequinoctialem, nec vero contra aestivale solitium, ut nonnulli volunt et faciunt.“ Dazu Nissens Feststellung von Westorientierung italienischer Kirchen. Doch nimmt man etwa für das Jahr 1400 einen Nachlauf des julianischen Kalenders von 8,7 Tagen an, so sind das etwa 10 Minuten oder eine Südabweichung von 3,5 Grad. Zumindest diese Abweichung, im Herbst berechnet, müsste nun die Mehrheit unsrer Kirchen aufweisen, wenn nach der Vorschrift (s.o.) vorgegangen wurde. Im Frühjahr sind es etwa 4,5 Grad. Die Differenz zwischen Frühjahrs- und Herbstzeit ist heute für unsre Breite etwa 17 Minuten, also auch nur 4 Grad. Von über 150 Kirchen aber, bei denen ich in unserem Raum kleine, die Orientierung überprüfte, hat nur eine kleine Zahl diese Richtung. Sehr viele Bauten zeigen eine bei weitem größere Südabweichung (11 Grad, 14 Grad, ja sogar 18 und 20 Grad). Auch die Zahl der Kirchen mit Nordabweichung ist groß. Die ungenaue Ostung unserer Kirchen kann also auf keinem Fall durch den julianischen Kalender verursacht sein, auch die Differenz zwischen Frühjahrs- und Herbstmessung kann nicht in Betracht kommen. Der zweite Grund, nämlich der einer „genialen Ungenauigkeit“ ließe sich etwa auch so stützen: weil man ja den Aufgang der Sonne beobachtete, musste es zwangsläufig durch Geländeverhältnisse (Berg, Wald u.ä.) zu Ungenauigkeiten kommen. Doch waren diese so groß? Abweichungen von 10 und mehr Grad lassen sich jedenfalls so nicht erklären. Auch glaube ich nicht an die „geniale“ Ungenauigkeit der mittelalterlichen Bauleute, kann man doch noch an vielen Bauten sich davon überzeugen, wie genau und korrekt sie gebaut haben. Schließlich dürfte es für unsern Raum auch kaum zutreffen, dass die Kirchen sich nach schon vorhandenen Straßenzügen haben richten müssen; in der Regel ist es gerade umgekehrt gewesen. Nach den ältesten Steinbauten in unsern Städten richteten sich die Straßen in ihrem Verlauf, was an vielen Stadtplänen nachprüfbar ist (recht überzeugend ist dafür ein alter Stadtplan für Anklam).

Orientierung nach Göttern und Heiligen Weil nun alle bisher genannten Argumente nicht stichhaltig sind, lohnt es sich der Vermutung nachzugehen, die auch geäußert wurde und wird, dass nämlich die Ostrichtung am Tage des Titelheiligen beobachtet wurde. Dafür spräche, was Heinrich Nissen über die griechischen Tempel sagte, dass sie auf bestimmte Stern- und Sonnenaufgänge bezogen gewesen seien, welche kalendermäßig wichtige Einschnitte im Jahreslauf bezeichneten oder in die Festzeit der Gottheit fielen, welcher der Tempel gehörte.“

Die Übung, die Kirchen zu osten, dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit mit der antiken Bautradition übernommen worden sein; denken wir an Vitruv, dessen grundlegendes Werk das Handbuch des mittelalterlichen Architekten war. Warum sollte nicht die Praxis solcher Orientierung auch übernommen worden sein, zumal in der Zeit intensiver Heiligenverehrung, in der man dem „dies natalis“ der Heiligen besondere Bedeutung zumaß? Tatsächlich lässt sich dies nun gerade an jüngeren Kirchen (14.u.15. Jh.) feststellen. Ich nenne St. Johann (Rosenhagen) 42 n, St.Jürgen (Loitz) 22,5 n, St. Maria (Medow) 1 n, Maria (Rubkow) 1/2 n, St. Johann (Schaprode) 6/8 n, wo allerdings nur das Gemeindehaus in die angegebene Zeit fällt. Etwa älter wären Marie (Stralsund) 12 n und noch älter St. Peter (Wolgast) 10 s. Es ließen sich noch weitere nennen, doch soll es zunächst genügen, zumal es im Ganzen nur wenige Kirchen sind, bei denen Orientierung und Weihetitel zusammenpassen. An dem oben erwähnten Stadtplan von Anklam, lässt sich feststellen, dass dort die Straßen, wo urkundlich bezeugt St. Jürgen, St. Gertrud und St. Jakobi lagen die entsprechende Orientierung haben. Es sind alles „jüngere“ Kirchen, Jakobi wird nach Stavenhagen 1341 von Bischof Friedrich von Cammin geweiht, St. Gertrud gar erst 1533 erwähnt.

Was lässt sich nach dem bisher erörterten sagen? Ich denke dies:

  1. Obwohl man bemüht war, eine Orientierung nach der Tag- und Nachtgleiche zu erreichen (12.u.13.Jhdt. s.o.), lässt sich dies nur an wenigen Kirchen (evtl.) nachweisen.
  2. Bei einer 2. und späten Gruppe kann eine Orientierung auf den „dies natalis“ oder einen andern Festtag des Heiligen angenommen werden.
  3. Für die überwiegende Zahl der Kirchen aber gilt weder das eine noch das andere. Das jedoch keine bewusste Orientierung vollzogen ist, ist auch unwahrscheinlich.

1.1. Orientierung in Bezug auf das Patronatsverhältnis.

Das Kloster Stolpe

Zur Erstausstattung des Klosters gehörte das Patronat über alle Kirchen, die im Lande Groswin entstehen würden. Bei einer Untersuchung von Kirchen im Raum Stolpe fällt nun in der Tat auf, dass nicht wenige die gleiche Orientierung wie die die Klosterkirche haben; das gilt auch für die Patronatskirchen. außerhalb der „terra groswin“, etwa Ziethen 1237, Wolgast 1288, Murchin 1237. Zudem lässt sich feststellen, dass Stolpe selbst, von Magdeburg her mit einem Konvent versehen, die gleiche Orientierung wie der Dom in Magdeburg hat. Das Patronatsverhältnis bewirkt also eine gleiche Orientierung. Wenn das stimmt, müsste das auch sonst noch gelten. In der Tat haben nun auch ein gut Teil der Eldenaer Patronatskirchen wirklich die gleiche Orientierung wie Eldena, nämlich 0/,l s. Diese Orientierung hat aber auch Bergen und Dargun (Maria Patronin der Zisterzienser) Wie Franzburg (Neuenkamp) sind Abtshagen, Steinhagen, Richtenberg orientiert. Wie Tribsees die Filia Drechow, wie Loitz auch Sassen. Eine weitere Häufung von Kirchen gleicher Orientierung findet sich auf Rügen. Altenkirchen, Wiek, Sagard, Altefähr, Bobbin haben 5,6/7 s, ob hier eine Abhängigkeit zu Schwerin besteht? Zeitweise beanspruchte ja das Bistum Schwerin Teile von Rügen.

Weil eine Orientierung auf Michael möglich ist, wäre auch an adeliges bzw. fürstliches Patronat zu denken. Auch wurden Missionskirchen gern auf Michael geweiht, dem Fürsten der himmlischen Heerscharen. Im deutschen Herkunftsland der Einwanderer genoss Michael zudem besondere Verehrung.

1.2. Orientierung auf den Bistumspatron

Das die Klöster, wie wir sahen, ihre Patronatskirchen gleich orientierten, dürfte kein Sonderbrauch gewesen sein. Es liegt. also nahe, die größere Gruppe von Kirchen mit der Orientierung auf Johann baptist decollatio mit dem Bistum Cammin in Verbindung zu bringen, musste doch der Bischof den Weiheakt vollziehen, zu dem die Weihe des Hauptaltars und das Legen des Aschenkreuzes gehörte, wie es bei der Kirchweihe in Gützkow durch Bischof Otto v. Bamberg belegt ist. Ein Teil der auf Maria Geburt orientierten Kirchen wiese dann auf das Bistum Schwerin, dessen Dom an diesem Tag geweiht wurde; dann müsste sich allerdings auch das dritte Bistum, das für unser Gebiet zuständig war, nämlich das Bistum Roeskilde mit Orientierung auf spezifische Bistumsheilige dokumentieren. Die Orientierung 14 s weist auf Lucius, den besonderen Bistumsheiligen von Roeskilde, nach ihm dürften tatsächlich einige Kirchen von Rügen, auch Festland, orientiert sein.

Vielleicht weist auch Rappin 10 n auf Roeskilde / Lund. Erzbischof Eskil v. Lund brachte Reliquien des Hlg. Bernhard von einer Pilgerreise aus Clairveaux mit. Es lässt sich nun folgende These aufstellen, die zu untermauern wäre: Klöster, Bistümer, auch andre Patronatspersonen waren bestrebt, das Abhängigkeitsverhältnis von Kirchen zu ihnen dadurch zum Ausdruck zu bringen, dass sie die Grundsteinlegung bzw. Orientierung am gleichen Tag vollzogen bzw. vollziehen ließen, an dem die eigne (Dom oder Muterkirche) orientiert worden war. Das heißt in der Weihe sollte die dedicatio, also die Übereignung, auch dieser Kirchen an den eignen Schutzpatron geschehen.

2. Zum Befund

Die Einordnung des Befundes in die entsprechenden Gruppen ergibt meines Erachtens den Beweis.

2.1. Orientierung nach Klosterkirchen

a) Kloster Stolpe
1153 gegründet, mit einem Konvent von Berge bei Magdeburg besetzt, hatte das Kloster den gleichen Patron wie der Dom zu Magdeburg (in honore sancti Mauritü sanctique Innocentü ), orientiert sind aber sowohl der Dom, und zwar der 1209 neu erbaute, wie das Kloster Stolpe nicht am Mauritiustag, sondern an Petri Stuhlfeier, das geschah offenbar deshalb, weil Petrus als Schutzheiliger des Bistums galt. In der Stiftungsurkunde heißt es: in honorem domini ac salvatoris nostri sanctique Petri apostolorum principis“‘ (1.10.948:) Folgende Kirchen, die urkundlich belegt Patronatskirchen des Klosters waren, haben nun die gleiche Orientierung: Grüttow 11 s 1172 dem Kloster geschenkt, Liepen 11/12 s ,1222 v. Herzogin Ingardis geschenkt, Ziethen 9/11-12 s,1237 Bischof Konrad III verleiht das Patronat, Wolgast 11,5 1288 Patronat Murchin 10 s, Patronat nach 1237 Denmin 11 s, Quilow 8 s 1183 Patronat

Von den Kirchen in der „terra Groswin“ haben Blesewitz und Dargibell 11 s wie das Kloster. Daneben zeichnen sich im Umkreis von Anklam zwei Gruppen ab, die eine mit einer Orientierung 6s bis 7 s und die andre um 0 und 1 bis 2 s. Wie eine Zuordnung zu denken, darüber noch im Folgenden.

b) Kloster Eldena
Mönche des Kloster Dargun, von Esrom-Dänemark mit einem Konvent dorthin gekommen, gründeten nach Zerstörung ihres Klosters bei der Salzpfanne am Hilda-Fluss, die ihnen Fürst Jaromar Von Rügen geschenkt hatte, vermutlich 1199 das Kloster; die Kirche hat eine Orientierung auf Kreuzerhebung 0 bis 1 s. Von den Patronatskirchen des Klosters haben die gleiche Orientierung: Neuenkirchen Dersekow Weitenhagen Jakobi-Greifswald Marien-Greifswald, wahrscheinlich auch Züssow (2,5 s) und Görmin ( 2,5 s ) Die Orientierung auf Kreuzerhebung dürfte von Dargun übernommen sein, wo Kloster- und Dorfkirche die gleiche haben. Auch das Zisterzienserinnen-Kloster Bergen hatte diese Orientierung. Ob man nun aber daraus schließen kann, dass dies eine besondere Eigenart dieses Ordens war, möchte ich nicht behaupten, zumal das Benediktinerinnen-Kloster Verchen ebenfalls so orientiert ist. Eher meine ich spielt der Zeitfaktor eine Rolle. Alle diese Klöster Dargun, Eldena, Bergen, Verchen, sind gegen Ende 12. Jh. Entstanden; Missionsklöster gewesen, denen die Verehrung Bernhards v. Clairveaux gemeinsam und die Aufrichtung des Kreuzes in heidnischem Land vordringliche Aufgabe war. So erscheint es durchaus möglich, dass auch die Kirchen von Kagendorf, Ifrien, Schmuggerow, Auerose, Sarnow, Dennin, Anklam-Nikolai Spantekow und vielleicht auch Ducherow vom Kloster Stolpe her orientiert wurden, wobei die Tatsache, dass romanische Stilelemente in Ducherow, Krien (Taufstein), Kagendorf, Anklam entdeckt wurden.

c) Kloster Grobe/Pudagla
Zunächst in einer Vorstadt von Usedom um 1155 entstanden, war 1307 nach Pudagla verlegt worden. Da das Kloster nicht mehr existiert, sondern nur noch Nachfolgebauten, ist eine Orientierung schwierig. Neben der großen Klosterpforte maß ich 14 n, am ehemaligen Schloss 11 n und 4 n, weil Stolpe-Dorf, wahrscheinlich alter Klosterbesitz 12 n misst, kann man vielleicht annehmen, dass der Konvent der Praemonstratense, am Anfang aus Havelberg gekommen, seine Klosterkirche am Kirchweihtage des Havelberger Domes am 16.8. auch orientierte. Die nahen Kirchen von Usedom und Mellentin haben allerdings 6,5 s und Benz und Liepe 6,5 n. (Joh. bapt.), aber Mönchow hat l0 n, Altwarp 8-10 n und Liepe 8 n. Leider konnte in den hinterpommerschen Kirchen der klostereigenen Dörfer die Orientierung nicht überprüft werden.

d) Kloster Neuenkamp
„Marien Rosengarten „ vom Zisterzienserkloster Altenkamp im Rheinland am 8.11.1931 gegründet hat an den Resten der Klosterkirche gemessen eine Orientierung auf Mariengeburt, dabei kann auch eine Abhängigkeit zum Bistum Schwerin gegeben sein, dessen Dom am 8.9.1171 geweiht wurde. Folgende Kirchen der Umgebung haben die gleiche Orientierung: Abtshagen, Steinhagen, Richtenberg.

Von den Kirchen, die urkundlich belegt Patronatskirchen des Klosters waren hat Tribsees und deren filia Drechow 14/15 n, was mehr auf Laurentius als auf Mariae Himmelfahrt oder Schneefall weisen könnte. Weil die Kirche von Tribsees, als einem alten Burgort, schon vor dem Kloster bestanden haben wird, könnte Laurentius auf Merseburg hinweisen. Otto v. Bamberg hat ja bekanntlich seine 2. Missionsreise über Merseburg durchgeführt, das auf unser Gebiet Anspruch erhob. Das auf kaiserliche Initiative hin gegründete Bistum hatte Laurentius und Johann Baptist zu Schutzpatronen. 1296 gründeten die Neuenkamper Zisterzienser das Kloster Hiddensee, das sich gegen den Strandraub für das Wohl der Seefahrer einsetzte und Leuchtfeuer und Kapella am Gellen errichtete. Eine Orientierung ist nicht mehr möglich. Krummin allerdings, um noch ein weiteres Nonnenkloster Vorpommerns zu nennen, hat in der noch bestehenden Kirche 6/7 n, wie viele Kirchen des Bistum Cammin, das Johann Baptist zum Patron hatte. Die Nonnen kamen vom Kloster Wollin. Von weiteren Feldklöstern in Vorpommern habe ich keine Daten, so von Gramzow und dem Kloster der Augustinerchorherren der Brüder des heiligen Viktor bei Ückermünde, später Gobelenhagen und Jasenitz.

2.2. Orientierung nach Dom- und Bistumspatronen

Dass die Bistümer, besonders in strittigen Gebieten sich die ihnen gehörigen Kirchen durch gleiche Patrozinien kenntlich zueigen zu machen trachteten, ist bekannt. Dedicatio war einem juristischen Akt gleich, mit dem die betreffende Kirche dem Bistumsheiligen übereignet wurde. So kennen wir nicht nur gleiche Weihetitel, auch gleiche Kirchweihtage, sondern auch dies, dass gleiche Orientierung angestrebt wurde.

Auf Kirchen in Vorpommern erhoben drei Bistümer Anspruch, und zwar das von Otto v. Bamberg gegründete Bistum Wollin / Cammin, das dänische Bistum Roeskilde auf Rügen nach der Eroberung und Missionierung der Insel, und das Bistum Schwerin, das durch Heinrich den Löwen bewidmet worden war, der ja die Oberherrschaft über unser Gebiet erstrebte.

a) das Bistum Cammin
Von Otto von Bamberg bald nach 1128 tatkräftig erstrebt, möglichst als ein exemtes, wurde das Bistum unter dem 14. Oktober 1140 von Papst Innozens II in seinen Schutz genommen, als Domkirche wurde die Adalbertkirche in Wollin bestimmt. Nach der Zerstörung Wollins bei einem dänischen Kriegszug, übersiedelte der Bischof nach Cammin, das günstiger lag und wo von Herzog Kasimir an der Kirche St. Johann (Baptist.) 1176 ein Domherrenkolleg errichtet wurde. Als weitere Bistumsheilige werden genannt: St. Sabinus, Schutzpatron des Bistums Cammin auf einem Denar Bogislaws I gestorben 1187 und später Faustinus dessen Kopfreliquiar neben dem Johannes des Täufers im Domschatz zum Domschatz gehörte.

Für Cammin sind also Adalbert und Johann Baptist als Dompatrone anzusehen und Sabinus und Faustinus als Bistumspatrone. Eine Orientierung auf Adalbert lässt sich bei den untersuchten Kirchen nicht feststellen, was nicht Wunder nimmt, weil einmal Adalbert bald als Patron der Polen galt und weil ja auch relativ bald St. Adalbert in Wollin ihren Rang als Dom einbüßte. Anders ist es mit Johann Baptist in Cammin. Folgende Kirchen dürften auf Johann Baptist orientiert sein, zugleich auch auf Mariae Verkündigung, weil 25. März und 29. August damals die gleiche Orientierung hatten:

  • Krummin, Benz, Liepe 6,5 n,
  • Anklam Marien 5n,
  • Bargischow, Lüskow 6 n,
  • Wegezin 6,5 n Beggerow 6 n,
  • Neubrandenburg Marien 6,5 n,
  • Voigtehagen 5/6 n,
  • Brandshagen 5-7 n,
  • Neuboltenhagen 7 n,
  • Grimmen 4 - 6 n,
  • Levenhagen 5/10 n Kapelle Südwand 8 n,
  • Greifswald Nikolai 5 n, Ostwand 2 n (Marienverehrung),
  • Rubkow 5 n,
  • Stralsund Jakobi 5n.

Bei den 5 n orientierten Kirchen wäre auch eine Ausrichtung auf Benedikt bzw. Frühjahrsgleiche möglich. Bei Nikolai-Greifswald ist die Orientierung auf Johann Baptist vermutlich dann geschehen als Die Kirche Sitz eines Camminer Domkapitels wurde. Messungen in Hinterpommern konnte ich nicht durchführen, doch sprechen die hinterpommerschen Markttage dafür, dass weitgehend auf Johannes den Täufer orientiert wurde.

b) Bistum Roeskilde
Nach der Eroberung der Insel durch Waldemar I, den der kriegerische Bischof von Roeskilde Absalon begleitete, gehörte Rügen zum Bistum Roeskilde, allerdings kam es 1177 zur Teilung, so dass Schwerin auf dem westlichen Teil seine Rechte wahrnahm. Demzufolge wird auch mit einer Orientierung auf Schwerin zu rechnen sein. Von Bischof Absalon besonders verehrt wurde St. Margarete (die „dänische“) eine Verwandte von ihm. Margareten im Juli scheint daher bald zum Kirchweihtag im Bistum geworden zu sen. Die Kram- und Jahrmärkte auf Rügen hatten bis auf unsre Tage diesen Termin. Als Patronin rügenscher Kirche kommt Margarete auch vor, doch ist mir eine Orientierung nicht bekannt; wohl aber auf Lucius, von dem Reliquien nach Roeskilde gebracht worden waren und die Luciuskirche dort ihren Namen bekam. Eine Orientierung auf Lucius haben nun in der Tat Sagard, dessen romanisches Gemeindehaus 18 s hat, Anbau und Chorachse aber 13/14 s und Trent, dessen Chor 2 s hat und das Gemeindehaus 13 s geändert ist. Solche Korrekturen. finden sich auf dem Festland in Wusterhusen 11/14 Gr.Kiesow „Jarmen“.

Auf Lucius orientiert sind vermutlich auch Wiek bei Greifswald, Gr. Bisdorf, Ludwigsburg, Ribnitz, alle 15 s. das Graue Kloster in Greifswald hat 14 s und Kirchdorf bei Greifswald 15/16. Das Bestreben Roeskildes überall da, wo Dänemark politisch bestimmend war, Kirchen auf seinen Patron auszurichten, d.h. dem Heiligen Lucius zu „dediciren“, wird deutlich. Wenn andrerseits eine Reihe von Kirchen auf Rügen (Insel und Festland) auf Michael ausgerichtet sind, so kann das in diesem oder jenem Fall wiederum, besonders auf dem Westteil der Insel darin seinen Grund haben, dass Schwerin seine Metropolitanrechte geltend machte.

Dies könnte für Altenkirchen 5/7 s, Wiek 7s, Rambin 6 s, St.Jürgen 7s, Altefähr 5s, Bobbin 7/8/10 gelten. Der Dom in Schwerin ist auf Michael ausgerichtet, es muss aber gesagt werden, dass Michael allgemein große Verehrung genoss und es eine allgemein geübte Praxis war, Missionskirchen gerade am Ort ehemaliger heidnischer Plätze unter den Schutz Michaels, des Fürsten der Heerscharen zu stellen, er war ja auch der Patron der Ritter und des Reiches.

c) Bistum Schwerin
Der neue Dom wurde am 9. Sept. 1171 „sancti dei et genitricis marie et sancti Johannes ev.“, zu Ehren geweiht. Dom und Bistumsheiligen sind Maria und Johannes der Evangelist. Als besonderer Festtag wurde nativitas Mariae gefeiert. Die Bistumsgrenzen nach Osten hin waren viel umstritten, reichten schließlich aber nördlich des Ryk bis an die See. Auf Marien Geburt (8.September) ist orientiert wie oben Neuenkamp, Abtshagen, Steinhagen, Richtenberg. Dazu auf Rügen Gustow 2,5-3n Poseritz 2 n, Kap. Garz 3n.

Aber auch Stralsund-Katharienkloster 3n wie Parchim Georg u. Maria und 2n haben Anklam Marien-Südwand, Nikolai, Spantekow, Teterin, Görke, Kagenow 1n, so auch Medow, Japenzin 1-2 n, Rubkow 1 2n. 3n haben noch Ranzin, Behrenhof, Zarnekow. Die späten Kirchen dieser Gruppe werden allerdings keine Beziehung zu Schwerin haben, soweit sie Marienkirchen sind.

d) das Bistum Havelberg soll noch kurz erwähnt werden.
Am 9.5.946 wird das Bistum zu Ehren „domini salvatoris Jesu Christi et beate Marie genetricis“ gestiftet. 1150 bestätigt Kaiser Konrad das Bistum. Der Dom aber wird am 16.8.1170 „deo et sancto Marie perpetue virgini et sancto Petro“ geweiht. das Bistum erstreckte sich zunächst bis in unser Gebiet, ob es aber zu bleibenden Kirchbauten kam ist ungewiss. Doch könnte die Orientierung 11/12n darauf hinweisen, die die Kirchen in Lassan und Loitz (mit Sassen) und Wehrland (10 n) haben.

3. Zum Ergebnis

Von etwa 170 Kirchen, an denen ich Messungen vorgenommen habe, haben 128 in den besprochenen Gruppen Platz gefunden. Übrig bleiben Kirchen mit einer Orientierung auf 17 s, 21 s, ja 25 s. und auf 7-8,5 n.

Mit einer Orientierung 17 s kann Ursula / Cordula und 1100 Jungfrauen, auch Apollonia gemeint sein. Beide Festtage waren beliebt, denken wir nur an die Apollonienmärkte in Stralsund und Sagard, auszuschließen ist aber auch nicht eine Beziehung zu Magdeburg, der alte Dom hatte eine Ausrichtung 17 s, Liebfrauen 19 s, Walsleben und Osterwiek-Nikolai haben auch 17 s, Salzwedel 22s, an folgenden Kirchen habe ich 17s gemessen: Ungnade, Damgarten, Boldekow, Löwitz. 21s vielleicht Brigitten oder Mariä Reingung bei Rossin, Janow, Drewelow, Wietstock, Lübs, Wiek-Gützkow und Georg-Wolgast haben 25s, beide stehen möglicherweise auf alten Fundamenten, an Martin lässt sich denken. Zusammenfassend lässt sich feststellen: Im 12.Jahrhundert und ganz zu Beginn des 13. Jahrhundert wurden in unserm Raum die Kirchen von den missionierenden Klöstern auf den eigenen Patron hinorientiert, so kam es im Einflussbereich von Stolpe zur Orientierung auf Petri-Stuhlfeier, im Bereich Pudagla auf Mariae Himmelfahrt, im Bereich Dargun, Eldena Verchen auf Kreuzerhebung, bei Neuenkamp zu Marien Geburt. Bei missionarischen Einzelaktionen (Otto v. Bamberg, Berno v. Schwerin, Absalon v. Roeskilde) wurde gern auf Michael, den Fürsten der Engel orientiert und geweiht. Im 13. Jahrhundert und noch zu Beginn des 14. Jahrhunderts, in welcher Zeit die Bistümer ihr Einflussgebiet zu erweitern trachteten, orientierte man mit Vorliebe neue Kirchen oder Altäre oder Neubauten an Kirchen auf den zur Zeit beliebten Bistumspatron, bei Maria auf die Feste, die besonders gefeiert wurden und auch auf den Weihetag der Domkirche, was für die Bistümer zu einheitlichen Kirchweihtagen führte.

Auch schon im 14. Jahrhundert, aber im Wesentlichen im 15. Jahrhundert war man bestrebt, die Kirchen auf den Titelheiligen zu orientieren.

4. Neuorientierungen bzw. Korrektionen der ursprünglichen Ausrichtung

Es war in diesem oder jenem Falle davon schon geschrieben worden. Es ist das, was man auch „Achsenbrechung“ nennt, mit dem geneigten Haupt Christi hat es nichts zutun, es ist lediglich das Ergebnis einer neuen Orientierung.

Es ist häufig zu beobachten, dass Sanctuarium (Chor), Gemeindehaus und Turm eine von einander abweichende Achse haben, wobei zugleich festgestellt werden kann, dass Zeit und Stil verschieden sind. Dafür nun ein paar Beispiele:

a) Patzig auf Rügen.
Chor, Altar und Sakristei haben 2s wie Kloster Bergen, das das Patronat hatte. Vom Bau, der diese Orientierung hatte, stammt nach dem derzeitigen Befund allerdings nur Altar und Sakristei Ost- und Nordwand und Teile der Chorwände von diesem Bau. Die Ausrichtung des Schiffes, um 1466 gebaut, weist mit 8,5s auf Margarete von Ungarn, deren dies am 28. Januar gefeiert wurde, das könnte zur Titelheiligen passen, wenn ursprünglich auch die „dänische“ Margarete (Roeskilde) gemeint war.

Chorschuss und die Querwände von Turm und Schiff haben noch eine andre Achse, vielleicht 10s. Auch dies dürfte gewollt und nicht zufällig sein.

b) Anklam-Marien
Auch hier zeigt der Grundriss eine große Unregelmäßigkeit. dass Orientierungskorrekturen vorgenommen wurden zeigt im Innern des Turmes in etwa 6 m Höhe die Westwand mit etwa 4 Grad. Welche Erklärung gibt es für die verschiedenen Orientierungen? Unter dem Hauptaltar konnten vor einigen Jahren in einer ehemaligen Gruft aus dem 18. Jahrhundert zwei Altäre entdeckt und vermessen werden, soweit sie in der Gruft waren. Sie stammen von Vorgängerbauten, deren Niveau gut 1,5 m tiefer lag als das jetzige. Die Orientierung des einen Altars ist und des andern 2n. Sie sind nicht zeitgleich, denn sie haben verschiedene Maßverhältnisse und die Sakramentsnischen sind verschieden. die Orientierung 0 ist die der frühen Klöster und lässt Kreuzerhebung annehmen, was dem Kirchweihtag (gr. Markt) in Anklam entspricht. Möglicherweise hat der Mauerrest der Nordwand vom ehemaligen Westturm bei der Marienkapelle die gleiche Ausrichtung. Die oben erwähnte Korrektur im romanischen Südturm kann unterhalb d.h. im ältesten Teil des Turmes 2s haben, so dass die Korrektur auf 2n weist. Dies ist auch die Hauptachse der Kirche, was auf Mariae Geburt weist. Man kann also folgern: noch zu romanischer Zeit wurde die Orientierung eines ersten Baues, der noch im Entstehen war, auf Mariae Geburt korrigiert. Von diesem geplanten Bau, vermutlich eine romanische Basilika mit Zweiturmriegel, existiert noch der romanische Turm im Westturm und aus ähnlich hellem Mauerwerk kleine Teile in den untersten Schichten des spätromanischen Chors.

Um 1270 kam es dann zu einer dritten Orientierung auf 5 n, d.h. auf Johann Baprist, d.h. auf Cammin, was sich in der Abweichung vom rechten Winkel bei Schiff, Chor und Giebeln darstellt. Von diesem Bau sind die Chorwände erhalten. Das Material ist roter Backstein dazu schwarze Glasurziegel an Gesims und Portal, dessen Wände wie auch die Reste einer Blende am ehemaligen Chorgiebel gleich Wusterhusen und damit datierbar sind. Die Pfeiler im Schiff sind jüngeren Datums, doch haben sich an den Halbpfeilern beim Triumphbogen Basisreste aus schwarzer Glasur erhalten. Die 4. Korrektur zeigt sich an Sakristei und Marienkapelle wo an der Ostwand 9n gemessen wird. Mariae Verkündigung zu dieser Zeit besonders beliebt, dürfte gemeint sein.

Fazit: Die auffallende Unregelmäßigkeit des Grundrisses der Kirche ist das Ergebnis von 4 Weiheakten im Laufe von etwa 300 Jahren.

c) Levenhagen Kreis Greifswald sei als drittes Beispiel kurz behandelt.
Hier divergieren Schiff und Chor um 5 Grad. Beim Chor, der jetzt die gleiche Orientierung hat wie der ergrabene Rechteckchor aus dem 13. Jahrhundert, weisen (s.o.) 5n auf Orientierung durch Cammin hin, während 10n des Schiffs auf Mariae Himmelfahrt gedeutet werden kann, was der Tatsache entspricht, dass zu dieser Zeit Levenhagen ein Marienwallfahrtsort war. Diese Beispiele lassen sich vermehren, denn überall da, wo „Achsenbrechung“ vorliegt, handelt es sich um eine gewollte neue Ausrichtung der Kirche. Der antiken Bautradition folgend war man bemüht, den Bau einem Heiligen zu „dediciern“ das heißt zueigen zu geben. Dass dieser Heilige nicht immer identisch mit dem Titelheiligen war, hat sich gezeigt; Kloster- und Bistumsheilige waren oft dominant. Die großen (mehrtägigen) Märkte als Reste der Kirchweihtage erinnerten in vielen Fällen an die Erstweihe der Hauptkirchen, siehe Anklam u.a (siehe Anhang).

Ich denke, eine Beachtung der Orientierung unserer Kirchen kann unter anderem in Zusammenarbeit mit Kalenderkunde und Patrozinienkunde zur Zeitbestimmung von Grundsteinlegung und Weihe beitragen, zumal in vielen Fällen Urkunden fehlen.

5. Anhang

5.2. Tabellen

Ort / Kriche, Titel Stolpe Eldena Pudagla Cammin Roeskilde Schwerin  
  Magdeburg
Petrus
Dargun
Kreuz
Havelberg
Bernhard?
Joh.bpt. Lucius
Margarete
Maria
Michael
 
Raum Kloster Stolpe              
Kirche 11s            
Kapelle 12s            
Dorfkirche Grüttow 11s            
Liepen 11s/12s            
Quilow 8s            
Blesewitz 10s            
Dargibell 11s            
  Chor 9s            
Murchin 10s            
Ziethen 11s - 12s            
  Chor 9s            
Kölzin 11s            
Wolgast 11s            
Demmin 10s            
Wusterhausen 10s / 8s            
Hanshagen 11s            
Kagendorf   1s          
Auerose   1s / 2s          
Krien   2s          
    Chor 0s          
Anklam - Marien   0s       2n  
Anklam - Nikolai           2n  
Görke           2n  
Bünzow           2n  
Ranzin           3n  
Spantekow           2n  
Kagenow           1n  
Teterin   Portal 0s       2n - 3n  
Schmuggerow   0s       1n  
Kosenow             6s
Ducherow             4s - 5s
Schlatkow             7s
Rathebur             6s / 7s
Pelsin             5s - 7s
Neuenkirchen             6s - 7s
Bargischow       6n      
Lüskow       6n     18n
Westwand
Wegezin       6,5n      
Gramzow           3n  
Gellendin   0s          
Iven             20s
Rosenhagen             27s
Löwitz             34n
Lübs             20s
Japenzin           1n  
Dennin             5s
Anklam - Hl. Geist           3n - 4n
Westwand
 
Ort / Kriche, Titel Stolpe Eldena Pudagla Cammin Roeskilde Schwerin  
  Magdeburg
Petrus
Dargun
Kreuz
Havelberg
Bernhard?
Joh.bpt. Lucius
Margarete
Maria
Michael
 
Raum Eldena              
Dargun Kloster   2s          
Dorfkirche   2s - 3s          
Eldena Kloster   1s          
Neuenkirchen   2s          
    Chor 3,5s          
Dersekow   0s       1n  
Görmin   2s          
Hanshagen 11s            
Wusterhusen 10s            
Kölzin 11s            
Gr. Kiesow 11s       14s    
Gützkow     Chor 11n       13s - 15s
Trantow             5s
Weitenhagen              
Levenhagen     10n 5n      
Ungnade             20s
Pansow     12n        
Sassen     12n        
Zarnekow           3n  
Kreuzmannshagen     11n        
Lüssow             5s
Ort / Kriche, Titel Stolpe Eldena Pudagla Cammin Roeskilde Schwerin  
  Magdeburg
Petrus
Dargun
Kreuz
Havelberg
Bernhard?
Joh.bpt. Lucius
Margarete
Maria
Michael
 
Raum Neuenkamp              
Franzburg Kirche           1n  
Abtshagen           1n  
Steinhagen   Turm 0       2n  
Richtenberg           Schiff 1n  
Poggendorf     8,5n        
Tribsees     15n        
Drechow     14n        
Kirchbaggendorf             16n
              Schiff 2n
Gristow             16n
Semlow 12n            
Eixen             5s
Elmenhorst             7s
Leplow             6,5s
Ludwigsburg             15s / 17s
Ort / Kriche, Titel Stolpe Eldena Pudagla Cammin Roeskilde Schwerin
  Magdeburg
Petrus
Dargun
Kreuz
Havelberg
Bernhard?
Joh.bpt. Lucius
Margarete
Lucius
Margarete
Raum Pudagla            
Pudagla     Schloss11n      
      Portal 14n      
Stolpe     12n      
Alt-Warp     8m - 10n      
Mönkebude     10n      
Benz       6,5n    
Liepe       6,5n    
Morgenitz           1n - 2n
Ort / Kriche, Titel Stolpe Eldena Pudagla Cammin Roeskilde Schwerin  
  Magdeburg
Petrus
Dargun
Kreuz
Havelberg
Bernhard?
Joh.bpt. Lucius
Margarete
Maria
Michael
 
Raum Usedom              
Usedom Chor 2s           5s
Mellentin             6s / 7,5s
Koserow 12s            
Ueckermünde Schloss 12s            
Luckow   chor 1s         Schiff 6,5s
Krumin       6n - 7n      
Jatznik             17n
Ort / Kriche, Titel Stolpe Eldena Pudagla Cammin Roeskilde Schwerin  
  Magdeburg
Petrus
Dargun
Kreuz
Havelberg
Bernhard?
Joh.bpt. Lucius
Margarete
Maria
Michael
 
Raum Rügen              
Kloster Bergen   0          
Trent   Chor 2s     Schiff 13s   6s / 7,5s
Patzig 10s Chor 2s          
Stralsund Nik.   1s          
Altenkirchen             5s - 7s
Wiek             7s
Rambin             6s
Rambin - St. Jürgen             8s - 9s
Poseritz           2n  
Gustow           2,5n - 3n  
Garz kap.           3n  
Garz - Petri       6n      
Schaprode Chor 9     6n      
Voigdenhagen       5n - 6n      
Grimmen       5n - 6n   4n Schiff  
Ribnitz             15s
Sagard         13s / 14s   18s
Greifswald - Franziskaner Kloster         14s    
Jarmen 11s            
Gingst   2s          
Gr. Zicker         14s   16s
Lanken-Granitz           2n  
Neuenkirchen           2n  
Landow       7n      
Rappin     10n        
Swantow             20s
Vilmnitz             16s / 18s
Bobbin 10s           7s / 8s
Strahlsund Maria           4n  
Ort / Kriche, Titel Stolpe Eldena Pudagla Cammin Roeskilde Schwerin  
  Magdeburg
Petrus
Dargun
Kreuz
Havelberg
Bernhard?
Joh.bpt. Lucius
Margarete
Maria
Michael
 
Raum Demmin              
Kloster Verchen 1n            
Gültz   1s          
    Chor 2s          
Loitz           3n  
St. Jürgen             22,5n
Beggerow       6n      
Ort / Kriche, Titel Stolpe Eldena Pudagla Cammin Roeskilde Schwerin  
  Magdeburg
Petrus
Dargun
Kreuz
Havelberg
Bernhard?
Joh.bpt. Lucius
Margarete
Maria
Michael
 
Raum Mecklenburg              
Kloster Broda 1n            
Neubrandenburg - Marien       6n - 7n      
Neubrandenburg - Kloster   1s          
Friedland             15n / 17n
Waren - Georg     10n        
Waren - Maria           3n  
Parchim - Georg           3n - 4n  
Parchim - Maria           3n  
Güstrow - Dom   Chor 1s         5s
Güstrow - Maria           4n  
Güstrow - Gertrud             13s
Teterow           4n  
            Chor 5n  
Ort / Kriche, Titel Stolpe Eldena Pudagla Cammin Roeskilde Schwerin  
  Magdeburg
Petrus
Dargun
Kreuz
Havelberg
Bernhard?
Joh.bpt. Lucius
Margarete
Maria
Michael
 
Rostock - Petri   1s          
Rostock - Maria     12n        
Rostock - Nikolai         14s / 15s   Chor 18s
Rostock - Kloster     10n / 11n        

5.3. Literatur

Braun, Josef; Tracht und Attribute der Heiligen in der deutschen Kunst; Stuttgart 1964
Braun, Josef; Der christliche Altar; 2 Bd. 1924
Deinhardt, W.; Patrozinienkunde. Historisches Jahrbuch d. Görresgesellschaft; Bd. 56,2
Doye, Franz v. Sales; Heilige und Seelige der röm. kath. Kirche, Leipzig 1929
Haas; Kirchengeschichte v. Rügen
Hartke, Wilhelm; Über Jahrespunkt und Feste; Berlin 1956
Hasak, Max; Der Kirchenbau des Mittelalters in Handbuch der Architektur
Hauck, Albeert; Kirchengeschichte Deutschland 5 Bd. l904 ff
Heyden, Hellmuth; Patrozinien
Holsten, Robert; Die Pomm. Flurnamensammlung; Stettin 1942
Holtz, Adalbert; Über den Standort der Michaeliskirche in Wollin; Monatsblätter für Geschichte... 52; 1938
Kellner, K.H.; Heinrich, Heartologie oder geschichtl. Entwicklung des Kirchenjahres; Freiburg 1906
Kloer, Hans; Das Zisterzienserkloster Eldena in Pommern; Berlin 1929
Krumwiede, Hans W.; Die mittelalterlichen Kirchen- und Altarpatrozinien Niedersachsens (11. Bd.Kirchengeschichte Niedersachsens )
Krusch, Bruno; Studien zur christlich mittelalterlichen Chronologie; Berlin 1938
Lietzmann, Hans; Der christliche Kalender; Berlin 1935
Matthias Zender; Räume und Schichten mittelalterl. Heiligenverehrung in ihrer Bedeutung für die Volkskunde;Düsseldorf 1959
Mirbt, C.; Quellen zur Geschichte des Papsttums und des röm. Katholizismus
Nissen, Heinrich; Orientation 1906 ff; Berlin 1924
Otto Schmidt (Hrsg.); Reallexikon zur deutschen Kunstgeschichte; Stuttgart 1933 ff
Sauer, Josef; Symbolik des Kirchengebäudes 1924
Schubert, Otto; Gesetz der Baukunst; Leipzig 1954
Stadler, J.E.; Vollständiges Heiligenlexikon 5 Bd.; 1858-82
Vitruvius; de Architectura lipsiae 1912
Wimmer, O.; Handbuch der Namen und Heiligen; 1959